Der CSD – ein gelebtes Stück Emanzipation

Die weltweit stattfindenden Demonstrationsumzüge des ‚Christopher Street Day‘ erinnern an den Aufstand 1969 in der Christopher Street in New York. Damals setzten sich Schwule erstmals erfolgreich gegen wiederkehrende Polizeigewalt zur Wehr.

Daraus enstand die Tradition des ‚Christopher Street Day‘, der Demonstrationszug, der auch regelmäßig in verschiedenen Städten in Baden-Württemberg stattfindet und viel zur Akzeptanz von Homo- und Bisexuellen in der Gesellschaft beigetragen hat. Mittlerweile beteiligt sich eine Vielzahl an verschiedenen Gruppen an den Demos im ganzen Land, so dass der CSD in Deutschland eine der wichtigsten Veranstaltungen für Menschenrechte und gegen Ausgrenzung geworden ist.

Trotz einer allgemein positiven Entwicklung für Homo- und Bisexuelle, ist die Botschaft die von einem CSD ausgeht weiterhin dringend nötig. Das beginnt bereits auf Länderebene, in der das Schließen von Lebenspartnerschaften nicht auf dem Standesamt möglich ist. Aber auch international sind Homo- und Bisexuelle – sowie generell Menschen, die von der sexuellen „Norm“ abweichen – häufig Verfolgung ausgesetzt, die oftmals mit dem Tod endet.

Als Piraten bekennen wir uns zu den Bürgerrechten wie sie im Grundgesetz verankert sind. Für uns schließt dies die Ausübung der Sexualität, als Teil der freien Entfaltung der Persönlichkeit, mit ein. Die immer noch bestehende Kluft zwischen den Bürgen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung ist ein Umstand der mit einem modernen Gesellschaftsbild nicht vereinbar ist.

Unter dem Motte „Bekenn’ Farbe: Zeig Dich!“ findet dieses Jahr wieder eine CSD Veranstaltung am 4. Juni 2011 in Karlsruhe statt (Rahmenprogramm 1.-5. Juni). Die Piratenpartei Baden-Württemberg ist offizieller Unterstützer und nimmt natürlich auch an der CSD-Parade (ab 14 Uhr) teil.

Alle Zuhausegebliebenen (leider überschneidet sich der Termin mit dem Landesparteitag in Kehl) Piraten sind dazu aufgerufen sich zu den anreisenden Unterstützern aus den umliegenden Bundesländern zu gesellen und unter der Regenbogenfahne für ein tolerantes Miteinander einzustehen.

Herausforderungen und Perspektiven einer modernen Netzpolitik

Öffentliche Diskussionsrunde mit

  • René Repasi, SPD- Netzexperte und Kreisvorsitzender Karlsruhe- Land
  • Christian Schwarz, Bezirksvorsitzender Karlsruhe – Piratenpartei

über Herausforderungen und Perspektiven einer modernen Netzpolitik. Die Diskussion findet am Mittwoch den 8.6.2011 19:30 – 22:00 Uhr im Restaurant Pizzahaus in der Rintheimer Straße statt. Veranstaltet wird das offene Treffen vom SPD Ortsverein Karlsruhe-Oststadt.

Unser Rechtsstaat und sein Umgang mit Bürgern und Parteien

Am 20. Mai 2011 wurde die Piratenpartei Deutschland über einen Zeitraum von etwa neun Stunden größtenteils ihrer Kommunikationsinfrastruktur beraubt. Die Koordination des Wahlkampfes für die Wahlen zur Bremer Bürgerschaft am Wochenende wie auch die inhaltliche politische Arbeit wurden in diesem Zeitraum massiv beeinträchtigt, wenn nicht gar unmöglich gemacht. Auch die Infrastruktur der Piratenpartei Baden-Württemberg war betroffen und die Website daher offline. Weiterlesen

Kurzmeldung: Sebastian Nerz neuer Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland

Foto © tirsales.de

Sebastian Nerz (Foto: tirsales.de)

Mitglieder der Piratenpartei konnten heute auf dem Bundesparteitag in Heidenheim über den neuen Bundesvorstand der Piratenpartei abstimmen. Darunter ist eine größere Anzahl von Piraten aus Karlsruhe. Diese konnten Life miterleben wie Sebastian Nerz (bisheriger Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg) mit 60,6 Prozent der Stimmen im Zustimmungsverfahren als neuer Vorsitzender des Bundesverbandes gewählt wurde.

Die Piratenpartei hat kein Delegiertensystem. Alle Parteimitglieder können selbst auf den Mitgliederversammlungen abstimmen. Über 700 Mitglieder haben diese Gelegenheit genutzt und im Zustimmungsverfahren aus einer Reihe von mehreren Kandidaten den neuen Vorsitzenden gewählt. Zweitplazierter war mit 39,4 Prozent der Stimmen der ehemalige politische Geschäftsführer Christopher Lauer.

Update[2]: Bei der Wahl zum Schatzmeister konnte sich Rene Brosig durchsetzen. Zum Generalsekretär wurde Wilm Schumacher gewählt. Zum Stellvertretender Vorsitzender wurde Bernd Schlömer vom Parteitag gewählt. Politische Geschäftsführerin ist Marina Weisband und zu Beisitzern wurden Matthias Schrade und Gefion Thürmer.

Wir sind ein Volk – ein Kommentar

Überall Zensuswerbung. Von den 710 Millionen EUR Kosten für die Volkszählung wird die Bundesregierung alleine 5,5 Millionen EUR für die Informationskampagne ausgeben. Die Bevölkerung soll dadurch milde gestimmt werden für die Befragungen – was es Betrügern einfach macht auf den Zug aufzuspringen.

Als vorsichtiger Bürger sollten Sie sich darüber informieren, wie der Ausweis eines Erhebungsbeauftragten genau aussieht. Wenn Sie sich die Mühe machen, werden Sie auf den Seiten der statistischen Landesämter Musterausweise finden – praktischerweise mit der Möglichkeit, diese herunterzuladen und selbst auszudrucken. Verlassen Sie sich deswegen besser nicht auf dieses „Dokument“: Wenn Ihnen der Besuchstermin für die Haushaltsbefragung angekündigt wird, erkundigen Sie sich bei der lokalen Zensusstelle nach dem Namen des Interviewers und vergleichen diesen mit dem Personalausweis.

Bei so hohen Kosten und Sicherheitsrisiken erlaube ich mir die Frage: Lohnt sich das? Es werden Daten von etwa zehn Prozent der Bevölkerung erfasst. Dabei werden unter anderem externe Dienstleister mit dem Auslesen der Fragebögen beauftragt. Über 80.000 neugierige Erhebungsbeauftragte sitzen zur Fragestunde in den Wohnzimmern der Bevölkerung. Vorgeblich, damit der Staat besser planen kann.

Daten werden erst nachträglich anonymisiert, um sie vorher überprüfen zu können. Ein nicht unerheblicher Datenschutzaufwand wird getrieben, damit die Sammlungen nicht zur Totalerfassung der Bürger führen. Zum Beispiel dürfen die Statistiker keine Korrekturen bei den Meldeämtern vornehmen. Grundsätzlich gilt jedoch: Nur Daten, die nicht erhoben werden, sind sicher.

Traue keiner Statistik … Weiterlesen

Piratenpartei ist Sponsor der Badischen Meile 2011 am Wochenende in Karlsruhe

Zum 22. Mal findet am Sonntag, dem 8. Mai 2011, der Traditionslauf Badische Meile in Karlsruhe statt. Die Piratenpartei ist Partner der Veranstaltung und beteiligt sich mit einem eigenen Läuferteam.

Der Landesverband Baden-Württemberg der Piratenpartei Deutschland und die Piraten in und um Karlsruhe unterstützen den Veranstalter der Badischen Meile bei der Austragung eines „Spaßlaufs“. Hierbei handelt es sich um einen Volkslauf über eine kurze Distanz – der erfolgreiche Auftakt der Laufsaison in der Region Karlsruhe.

In ihrer Rolle als offizieller Partner der Badischen Meile übernimmt die Piratenpartei das Sponsoring und die Verteilung der Bananen, die den 5600 Aktiven bei der Veranstaltung gereicht werden. Ein nicht ganz waschechter Pirat wird die Bananen vom Pirateninfostand im Beiertheimer Stadion aus verteilen.

Eine Badische Meile sind 8,88889 Kilometer

Aber nicht nur als Partner der Veranstaltung, sondern auch mit einem eigenen Läuferteam treten die PIRATEN bei der Veranstaltung auf. Parteimitglieder und Sympathisanten werden an den orangefarbenen Läufershirts mit dem Parteilogo – einem als geblähtes Segel stilisierten „P“ – zu erkennen sein. Hoffentlich mit Rückenwind.

Nachdem der Badischen Meile der frühere Sponsor der Bananen – eine ehemalige Volkspartei – abgesprungen war, witterte die junge und aufstrebende Partei ihre Chance, sich für den Breitensport zu engagieren. „Eine Veranstaltung mit so viel Traditionsbewusstsein und Lebensfreude unterstützen wir gerne“, kommentiert der Karlsruher Bernd Eckenfels, der Politische Geschäftsführer des Bezirksverbands der Piratenpartei ist.

Sein Kollege Martin Bartsch vom Bezirksverband ergänzt: „Wir haben kurzfristig ein Läuferteam auf die Beine gestellt und es mit Trikots ausgestattet. Bei uns läuft nicht die Jugendorganisation sondern die ganze Partei“.

Das Favoritenfeld der Läufer (Startnummern 1-300, Bestzeit über 10 Kilometer unter 44 Minuten), das Hauptfeld (Startnummern 301-5000) sowie jeweils 300 Teilnehmer in den Disziplinen Walking und Nordic Walking starten am Sonntagmorgen ab 10:30 in der Karlsruher Hermann-Veit-Straße. Ziel ist das nahegelegene Beiertheimer Stadion in Karlsruhe. Am Vortag (Samstag, 7. Mai) finden die Mini- und Schülerläufe ab 15 Uhr im Beiertheimer Stadion statt. Auch an diesem Tag sind Mitglieder der Piratenpartei im Stadion anwesend.

Badische Meile ein Traditionslauf (Quelle: http://www.badischemeile.de/badische-meile.html)

Die Badische Meile ist ein historisches Längenmaß. Bis 1819 bestimmte der „Königliche Fuß“ wie das Volk in Baden Entfernungen zu berechnen hatte. Acht Kilometer, 888 Meter und 89 Zentimeter legte Markgraf Carl Friedrich anno dazumal mit seinem Gefolge in zwei Wegstunden durch den Hardtwald zurück und definierte somit die längste Landmeile Deutschlands. Mit Einführung des Metersystems ging die Umrechnung des alten Maßes nicht ganz auf, so dass die „krumme Zahl“ von 8,88889 Kilometer als Badische Meile festgelegt wurde.