Piratentreffen am Mittwoch, 27.11. im Walhalla

Am Mittwoch findet unser regelmäßiges Piratentreffen statt.

Termin: Mittwoch, 27. November 2013 ab 19 Uhr
Ort: Restaurant Walhalla
Augartenstr. 27, 76137 Karlsruhe
Thema: Orgastammtisch
Es werden in der Regel organisatorische Dinge zuerst besprochen, danach geht es dann thematisch weiter.

Das Treffen in Karlsruhe ist öffentlich für Piraten, Sympathisanten und Gäste. Wir freuen uns über jeden Besucher. Also einfach vorbeischauen und daran teilnehmen. Politik zum Mitmachen und Anfassen.

Der Piratentreff beginnt mit einem gemütlich-gemeinsamen Abendessen um 19 Uhr. Organisatorische bzw. inhaltliche Punkte werden in der Regel ab 20 Uhr besprochen.

Themenabend zur Kommunalwahl am 28.11. im IBZ

Am Donnerstag findet ein Themenabend zur Erarbeitung des Kommunalprogramms der Piraten zur Kommunalwahl 2014 statt.

Termin: Donnerstag, 28. November 2013 19 bis 22 Uhr
Ort: Internationales Begegnungszentrum
Kaiserallee 12d, 76133 Karlsruhe
Thema: Kommunalwahlprogramm
Wir sammeln Ideen für Programmpunkte und wollen unsere Schwerpunktbereiche digitales, organisiertes, bewegtes, kreatives und soziales Karlsruhe mit Inhalt füllen.
Alle sind aufgerufen mitzumachen! Themenliste

Das Treffen in Karlsruhe ist öffentlich für Piraten, Sympathisanten und Gäste. Wir freuen uns über jeden Besucher. Also einfach vorbeischauen und daran teilnehmen. Politik zum Mitmachen und Anfassen.

Los geht es zum Thema ab 19 Uhr.

Was hätten die Piraten im Frühling 1848 getan?

Man macht sich als Pirat so seine Gedanken. Über die große weite Welt und natürlich auch über unser Karlsruhe. Und auch wenn sich Geschichte nicht zu wiederholen scheint, stellt man gerne Vergleiche an. Mit damals und heute.

Was hätten die Piraten im Frühling 1848 getan?

Leider gab es die damals noch nicht. Auf dem Rhein hat sich das nie so richtig gelohnt. Was 1848 tatsächlich interessierte war die badische Revolution, mit ihren Revolutionären und den vor allen Dingen im badischen Raum radikal-demokratischen Ideen.  Die hätten, mit großer Wahrscheinlichkeit, Eduard Snowden Asyl gewährt. Entweder im Ständehaus in Karlsruhe, oder viel eher in der Festung in Rastatt. Die Preußen hatten ja damals, bis zur Niederschlagung  der Bewegung im Juli 1849, hier in der Gegend nichts zu sagen.

Die radikalen Ideen der damaligen Revolutionäre waren eine Badische Republik, die Souveränität des Volkes und die Abschaffung der Fürstenherrschaft. Klingt für uns heute nicht mehr so umwerfend, wir haben uns an Demokratie und Rechtstaatlichkeit gewöhnt.

Lang gefackelt haben diese piratigen Revolutionäre damals nicht. Sogar den Großherzog Leopold haben sie aus Karlsruhe vertrieben. Der kam dann allerdings ungefähr ein Jahr später mit preußischer Unterstützung zurück.

27 Aufständische wurden nach der Niederschlagung in Mannheim, Freiburg und Rastatt standrechtlich erschossen. Es ist schwer abzuschätzen wie viel die Revolutionäre damals zu unseren heutigen Freiheiten beigetragen haben.

Was aber bleibt, ist die Frage, ob sich die damaligen Aufständischen ein einmal erkämpftes Recht, zum Beispiel das auf Privatsphäre, so einfach wie wir, wieder hätten wegnehmen lassen? Wir haben bisher niemanden vom Amtssitz verjagt, weil der Job, nämlich die Wahrung unseres Grundgesetztes, nicht gemacht wurde.

Nun ist die Welt in den letzten 165 Jahren nicht nur wesentlich komfortabler, sondern leider auch wesentlich komplexer geworden. Wir haben keinen Großherzog mehr, zur Durchführung einer Revolution reicht es neben Job, Hobby und Familie einfach zeitlich nicht, die Versicherungsfragen sind nicht geklärt und auch der Mindestlohn im revolutionären Bereich ist noch völlig offen.

Eine Podiumsdiskussion mit den alten Revolutionären würde wahrscheinlich in peinlichem, betretenem Schweigen enden. Auf unserer modernen, badischen Seite. Noch nie zuvor hatten wir so große Freiheiten, so umfassende soziale Absicherung, so viel Macht als Souverän – und waren so bequem und desinteressiert.

So wie damals die Aufständischen und Revolutionäre am Lagerfeuer gesessen und sich die Köpfe heiß geredet haben können wir von der Karlsruher Piratenpartei es heute leider nicht mehr machen. Aber wir haben einiges in dieser Richtung zu bieten:

Zum Beispiel unsere AG Bürgerbeteiligung, die das Ziel hat in offenen und transparenten Gemeinden die Bürger an Lösungen in der Politik zu beteiligen…

Zum Beispiel mit unserer Idee, diese Transparenz in den Gemeinden mit einer Informations-Freiheits-Satzung einzufordern und festzuschreiben…

Zum Beispiel mit unserer Idee des Open Data, mit welcher wir einfordern, dass Daten, welche durch die öffentlichen Stellen gesammelt werden über standardisierte Schnittstellen auch wieder der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Denn bezahlt haben wir ja schließlich durch unser Steueraufkommen alle dafür, somit können wir auch guten Gewissens die Nutznießer sein.

Zum Beispiel mit unserer Forderung nach Transparenz in der Auftragsvergabe im öffentlichen Bereich. Warum sollten wir selbst nicht kontrollieren dürfen, was mit unserem Geld geschieht. So gut wie die hoch bezahlten Experten vom Berliner Flughafen bekommen wir das auch als Bürger sicher hin. Oder noch besser.

Die alten Revolutionäre von 1848 hätten sicher noch ein paar Ideen, auf die wir einfach noch nicht gekommen sind. Weil wir zu kompliziert denken, zu viele Wenns und Abers im Kopf haben und zu viel verlieren könnten. Aber denen wäre etwas eingefallen, etwas was Snowden unter allen Gesichtspunkten gerecht geworden wäre. Darüber müssen wir noch sehr intensiv nachdenken.

Piratentreffen mit neuem Termin und Ort am 13.11.2013

Am Mittwoch findet unser regelmäßiges Piratentreffen statt. Ab sofort wieder wie zu früheren Zeiten im Restaurant Walhalla.

Termin: Mittwoch, 13. November 2013 ab 19 Uhr
Ort: Restaurant Walhalla
Augartenstr. 27, 76137 Karlsruhe
Thema: Orgastammtisch
Es werden in der Regel organisatorische Dinge zuerst besprochen, danach geht es dann thematisch weiter.

Das Treffen in Karlsruhe ist öffentlich für Piraten, Sympathisanten und Gäste. Wir freuen uns über jeden Besucher. Also einfach vorbeischauen und daran teilnehmen. Politik zum Mitmachen und Anfassen.

Der Piratentreff beginnt mit einem gemütlich-gemeinsamen Abendessen um 19 Uhr. Organisatorische bzw. inhaltliche Punkte werden in der Regel ab 20 Uhr besprochen.

Themenabend am 7. November zur Kommunalwahl

Am Donnerstag findet ein Themenabend zur Erarbeitung des Kommunalprogramms der Piraten zur Kommunalwahl 2014 statt.

Termin: Donnerstag, 7. November 2013 ab 19 Uhr
Ort: Luise53, Evangelisches Gemeindezentrum
Luisenstraße 53, 76133 Karlsruhe
Thema: Kommunalwahlprogramm
Wir sammeln Ideen für Programmpunkte und wollen unsere Schwerpunktbereiche digitales, organisiertes, bewegtes, kreatives und soziales Karlsruhe mit Inhalt füllen.
Alle sind aufgerufen mitzumachen! Themenliste (Piratenwiki)

Das Treffen in Karlsruhe ist öffentlich für Piraten, Sympathisanten und Gäste. Wir freuen uns über jeden Besucher. Also einfach vorbeischauen und daran teilnehmen. Politik zum Mitmachen und Anfassen.

Los geht es zum Thema ab 19 Uhr.

Diskussionskodex für Karlsruhe beschlossen

Online Kommunikation ist schwierig. Konflikte auf Mailinglisten oder Twitter eskalieren sehr viel leichter als im persönlichen Kontakt. Diese Erfahrung machen wir Piraten alle paar Tage aufs Neue, wenn einmal wieder jemand auf einer Mailingliste die Contenance verliert und zu Beleidigungen greift oder einfach nur frotzelt, was beim Gegenüber aber als persönliche Verletzung aufgenommen wird.

Gerade nach der Bundestagswahl eskalierte diese aggressive Kommunikation, da die Stimmung durch das schlechte Abschneiden schon sehr emotional war und man entweder manch Schuldigen ausgemacht hatte oder auf der anderen Seite es nicht mehr hören konnte, dass einzelne Piraten dafür verantwortlich gemacht wurden.

In dieser Zeit reifte bei den Karlsruhern Piraten der Wunsch nach einem Diskussionskodex. Ein Kodex, der grundlegende Verhaltensregeln in der Kommunikation aufstellt, zu denen man sich bekennt. Dazu gehören neben der Netiquette (sachlich bleiben, keine persönlichen Angriffe, …) vor allem auch die Vermeidung des vorschnellen Unterstellens von bösen Absichten, dem Gegenüber zu helfen sich zu verbessern, nicht nur zu mäkeln, und sich gegenseitig auf Fehlverhalten hinweisen.

In einer emotionalen Diskussion kann es leicht passieren über das Ziel hinauszuschießen und Argumente zu nutzen, die schon nichts mehr mit der Sache zu tun haben. Daher ist es uns wichtig hier als Gruppe aufzutreten und uns untereinander zu helfen. Jeder ist dazu aufgefordert, wo er die Regeln des Diskussionskodex verletzt sieht, die Person darauf hinzuweisen und ihr einen Verbesserungsvorschlag zu machen.

Die Chance dieses Diskussionskodex sehen wir darin, oft undurchdringlich wirkende Teufelskreise zu durchbrechen und auch auf die Kommunikationsweise der eigenen Gruppe zu achten. Das können die am Besten, die den Diskussionspartnern am nächsten stehen. Es geht darum auch bei konträren Meinungen heftig miteinander streiten zu können ohne dass sich jemand verletzt fühlt und so, dass man sich auch nach einer heftigen Auseinandersetzung in der Sache noch gegenseitig in die Augen schauen kann.

Wir haben diesen Diskussionskodex auf Kreisebene in einer KMV am 19.10.2013 verabschiedet, weil wir denken, dass er als Absichtserklärung möglichst direkt von der Basis diskutiert werden sollte. Dadurch erhoffen wir uns, dass sich die Mitglieder stark damit identifizieren können. Wir wollen dafür werben, dass auch andere Kreisverbände und Gruppen diesen Diskussionskodex beschließen und damit ein Zeichen für eine konstruktive Kommunikation setzen.

Zusätzlich zum Diskussionskodex haben wir einen sogenannten Quickguide verabschiedet, der den Inhalt kurz und knackig zusammenfasst:

  • Wir kritisieren um zu verbessern.
  • Wir kritisieren sachlich ohne Verallgemeinerung und Beleidigung.
  • Wir versuchen Positives zu entdecken und hervorzuheben.
  • Wir durchbrechen Teufelskreise durch eigenes Entgegenkommen.

Link zum Diskussionskodex im Wiki