Internationaler Aktionstag gegen Homophobie – Inklusion statt Ausgrenzung!

In Umfragen spricht sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland für die sogenannte Homoehe aus. Die Gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität und allen Orientierungen, die von der (vermeintlichen) Gesellschaftlichen Norm der Monogamen Heterosexualität abweichen, ist jedoch noch keineswegs durchgesetzt. Dies drückt sich nicht nur in Stammtischwitzen und Beschimpfungen aus.

Am heutigen 17.5. ist der internationale Aktionstag gegen Homophobie.

Fast 2/3 der homosexuellen Menschen in der EU trauen sich, laut einer Umfrage, immer noch nicht, öffentlich zu ihrer Homosexualität zu stehen. Egal ob lesbisch, bisexuell, schwul, polyamourös, asexuell, intersexuell, transsexuell oder anderweitig „normabweichend“: Trotz gesellschaftlicher und gesetzlicher Fortschritte bleiben Diskriminierungen und Gewaltbedrohung EU-weit bestehen, insbesondere in Osteuropa.

Sechs Prozent der Befragten erzählten von körperlichen Angriffen in den vergangenen zwölf Monaten, die zum Teil in der eigenen Familie stattfanden. Frauen wurden außerdem häufiger Opfer von sexuellen Übergriffen. Transgender berichten der Erhebung zufolge, dass sie durchweg weniger Toleranz erfahren als Homo- und Bisexuelle.[1]

Doch selbst in der Gesetzgebung der vermeintlich so fortschrittlichen Bundesrepublik besteht noch immer Handlungsbedarf: Die eingetragene Lebensgemeinschaft ist der Ehe noch immer nicht rechtlich gleichgestellt, z.B. beim Adoptionsrecht. Wir Piraten fordern in unserem Wahlprogramm zur Bundestagswahl u.a.:

„Politik muss der Vielfalt der Lebensentwürfe gerecht werden und eine wirklich freie Entscheidung für die individuell gewünschte Form des Zusammenlebens ermöglichen. Eine ausschließlich historisch begründete Bevorzugung ausgewählter Familienmodelle lehnen wir ab. Die Piraten setzen sich für die vollständige rechtliche Gleichstellung sämtlicher Lebenspartnerschaften ein. […]

„Der Wunsch, eine Familie zu gründen, darf nicht am klassischen Familienbild hängen bleiben. Die geschlechtliche Identität oder die sexuelle Orientierung darf hierbei keine Rolle spielen.” […]

„Wir Piraten setzen uns dafür ein, dass der Begriff “Ehe” durch die “eingetragene Lebenspartnerschaft” ersetzt wird. Die auf der Ehe basierenden Rechten und Pflichten sind auf die “eingetragene Lebenspartnerschaft” zu übernehmen.“ […]

„Des weiteren wollen wir für alle Formen der homosexuellen, heterosexuellen und polyamourösen (Liebesbeziehung zu mehr als einem Menschen) Partnerschaften, die eingetragene Lebenspartnerschaft öffnen. Damit soll sie über ihren monogamen Anspruch hinaus auch das Zusammenleben von mehr als zwei Personen rechtlich regeln.“

Wir bekennen uns zum Pluralismus des Zusammenlebens. Politik muss der Vielfalt der Lebensstile gerecht werden und eine wirklich freie Entscheidung für die individuell gewünschte Form des Zusammenlebens ermöglichen. Doch auch heute geben nur 40% der Jugendlichen zwischen 14-17 Jahren an, im Sexualkundeunterricht das Thema Homosexualität behandelt zu haben. Wir fordern deshalb eine Ausweitung der Behandlung von sexueller Orientierung und sexueller Identität im Sexualkundeunterricht.

Den Kindern der heutigen Lesben und Schwulen soll es einmal besser gehen. Wir setzen uns ein für eine inklusive Gesellschaft, in der es keine Norm gibt, an die sich anzupassen ist und in der Menschen unabhängig von (sozialem) Geschlecht, sexueller Orientierung, Ethnie und körperlichen Einschränkungen gleichberechtigt miteinander leben.

Quellenangaben:

  1. European Union Agency for Fundamental Rights []

Queeratenstammtisch in Karlsruhe am 23. Mai

Kommende Woche findet in Karlsruhe der Queeraten-Wanderstammtisch im Regierungsbezirk Karlsruhe statt. Besondere Themen werden der Karlsruher Christopher Street Day am 8. Juni und das bundespolitische Plenum zu Queerpolitik im August sein.

Der Queeraten-Stammtisch des Regierungsbezirks Karlsruhe ist ein öffentliches Treffen für Piraten, Sympathisanten und alle anderen Menschen, die sich für das Themenfeld queer interessieren.
Natürlich begrüßen wir alle die im kleineren Kreis politische Themen aus unserem Spektrum ansprechen möchten und alle die sich thematisch und mit Sachverstand einbringen möchten.
Wir freuen uns über jeden neugierigen und offenen Menschen der den Stammtisch besucht, also einfach vorbei schauen und teilnehmen. Queer-Politik zum Mitmachen und Anfassen.

Termin: Donnerstag, 23. Mai 2013 ab 19.30 Uhr
Ort: Restaurant Walhalla
Augartenstraße 27, 76137 Karlsruhe

Wir wissen dass es Gründe gibt, die Menschen vom Mitmachen abhalten und bemühen uns. Hindernisse und Hemmschwellen abzubauen. Leider gelingt es uns wie hier nicht immer, Räume die nicht an Gastronomie gebunden sind zu finden.

Mehr zu den Queeraten

Die Bundes AG Queeraten hat zum Ziel das Profil der Piratenpartei in Sachen des Themenkomplexes Menschen- und Bürgerrechte in der LGBTIQ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex und Questioning)-Community zu schärfen. Eine gebräuchliche Definition des Begriffs queer liefert die Wikipedia.

Erster Queerstammtisch im Bezirksverband Karlsruhe

Zum ersten Mal treffen sich Queeraten und solidarische Heten aus dem Bereich Nordbaden beim bisher ersten und einzigen Queerstammtisch der Piratenpartei Baden Württemberg.

Wir wollen uns in Zukunft regelmäßig zum Planen, Diskutieren oder auch einfach nur zum Austauschen und Quatschen treffen. Homo- und Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle und Polyamory sowie alle mit al­ter­na­ti­ven Lebensstilen werden heutzutage immer noch von der Gesellschaft aus­ge­grenzt.

Mit dem Queerstammtisch im Bezirk Karlsruhe möchten wir alle Menschen ermuntern an der Veränderung der Politik in diesem Themenkomplex teilzuhaben und für eine buntere und offenere Gesellschaft einzustehen.

Wann: Freitag, dem 29. Juni ab 19:30 Uhr
Wo: Gaststätte Walhalla (im kleinen Saal)
Augartenstraße 27
76137 Karlsruhe

Alle Menschen, die Interesse an der Piratenpartei und an Queer-Politik haben sind dazu herzlich eingeladen.

Der CSD 2012 in Karlsruhe: Liebe. Mit Recht. (2. Juni)

Der CSD Karlsruhe e.V. veranstaltet am 2. Juni wieder den Christopher Street Day in Karlsruhe mit einer Demoparade, Rahmenprogramm und Infoständen auf dem Hoffest.

Unter dem Motto “Liebe. Mit Recht.” wird gefeiert und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung Gesicht gezeigt. Entstanden ist diese Tradition in Gedenken an den Stonewall Aufstand in der Christopher Street im New Yorker Lesben- und Schwulen-Stadtviertel Greenwich Village.

Vereine, Gruppen und Parteien treten wie jedes Jahr für mehr Diversität, Akzeptanz und Selbstbestimmtes Leben ein. Start der Parade ist um 14 Uhr der Friedrichsplatz, wo auch die politische Kundgebung am Ende stattfinden wird.

Auch die Piraten Karlsruhe beteiligen sich bei der Parade mit einer wilden, säbelbewehrten Horde. Bei der anschließenden Kundgebung wird NineBerry etwas zu Vampiren, Feen und Werwölfen sagen. Der Infostand der Piraten Karlsruhe macht an diesem Samstag ab 17 Uhr auf dem Hoffest beim Nachtwerk Station, wo die voraussichtlich über 500 Besucher nach dem Bühnenprogramm die abschließende Party erwartet.

Die Piraten Karlsruhe hoffen, viel Kontakt und Gespräche mit den Bürgern aus Karlsruhe zu bekommen, insbesondere um die piratischen Vorstellungen von Bürgerbeteiligung, Menschen- und Bürgerrechten sowie eine progressive Geschlechter- und Familienpolitik zu diskutieren.